Pressemitteilungen

Große Mehrheit der Deutschen für Teilnahme Merkels am UN-Klimagipfel in Kopenhagen


Di, 03.11.2009

Berlin. Angesichts der kritischen Situation bei den UN-Klimaverhandlungen möchte die Mehrheit der Deutschen größeres persönliches Engagement von Bundeskanzlerin Angela Merkel, um die Klimaschutzkonferenz in Kopenhagen zum Erfolg zu führen.

Nach einer aktuellen repräsentativen Umfrage von Infratest dimap im Auftrag der Kampagne KlimakanzlerIn gesucht wollen 90 Prozent der wahlberechtigten Deutschen, dass Angela Merkel im Dezember persönlich am entscheidenden UN-Klimagipfel in Kopenhagen teilnimmt. Unter den Anhängern von CDU/CSU wollen sogar 95 Prozent, dass die Kanzlerin dem Beispiel des britischen Premiers Gordon Brown folgt, der eine Gipfelteilnahme bereits angekündigt hat. Zudem sind 82 Prozent der Deutschen der Meinung, dass Angela Merkels Ansehen steigt, würde sie eine führende Rolle beim Kampf gegen den Klimawandel einnehmen.

„Mit ihrer Rede vor dem US-Kongress kann sie für eine gemeinsame europäisch-amerikanische Vorreiterrolle werben, um so dem Kopenhagen-Prozess wieder ein größeres politisches Momentum zu geben“ sagte Brick Medak vom WWF-Deutschland, einer Trägerorganisation der Kampagne KlimakanzlerIn gesucht.

„US-Präsident Obama und Bundeskanzlerin Angela Merkel müssen jetzt Kopenhagen zur Chefsache machen und beide zum Gipfel fahren,“ sagte Avaaz-Sprecher Julius van de Laar.

„Die Bundeskanzlerin kann die USA nur für mehr Engagement im Klimaschutz gewinnen, wenn sie mit gutem Beispiel vorangeht,“ sagte Christoph Bals, politischer Geschäftsführer von Germanwatch, einem Mitglied bei KlimakanzlerIn gesucht. „Sie muss deutlich machen, dass die EU die längst zugesagten Gelder für die internationale Armutsbekämpfung nicht noch einmal für den Klimaschutz versprechen wird.“

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350 Klima-Aktivisten in Merkelmasken fordern deutsche Vorreiterrolle im Klimaschutz


Sa, 24.10.2009

Berlin. Während sich ein Scheitern des UN-Klimagipfels im Dezember in Kopenhagen abzeichnet, haben heute 350 als Angela Merkel verkleidete Demonstranten die Bundeskanzlerin aufgefordert, in den entscheidenden Wochen vor dem Klimagipfel eine tatsächliche Vorreiterrolle im internationalen Klimaschutz einzunehmen. Die von den Klimapiraten und der Kampagne KlimakanzlerIn gesucht organisierte Aktion vor dem Brandenburger Tor ist Teil des weltweiten Klimaaktionstages am heutigen 24. Oktober mit 4600 Aktionen in über 170 Ländern. Alleine in Deutschland fanden über 60 Aktionen statt.

„Angela Merkel hat ihre Rolle als Klimakanzlerin noch nie ohne Wenn und Aber gespielt“, sagte David Wagner, Koordinator der Klimapiraten. „Nur sechs Wochen vor dem entscheidenden Klimagipfel in Kopenhagen muss sie sich jetzt mit klaren Aussagen und eindeutigem Handeln als echte Klimakanzlerin positionieren.“

„Ohne gerechte Finanztransfers für Klimaschutz und Anpassung in den Entwicklungsländern gibt es kein ambitioniertes Abkommen. Aber gerade hier bremst Deutschland“, sagte Christoph Bals von Germanwatch und der Kampagne KlimakanzlerIn gesucht. Auf dem EU-Gipfel am 29. und 30.10. soll dazu eine Einigung erzielt werden. „Die Rolle der Kanzlerin beim EU-Gipfel Ende des Monats entscheidet maßgeblich über Deutschlands Rolle als Klimavorreiter.“ Die Demonstranten forderten Angela Merkel auf, wie Gordon Brown persönlich am Kopenhagen-Gipfel teilzunehmen.

„Wir erleben heute die Anfänge einer deutschen Klimabewegung“, sagte Diana Vogtel von 350.org. „Alleine in Berlin fordern rund 1000 Menschen in verschiedenen Aktionen mehr Klimaschutz.“
Weitere Aktionen des Klimaaktionstages 350.org in Berlin:

Silent Climate Parade mit 350 Ravern und Dr. Motte: www.climateparade.de

2. Carrotmob Berlins: www.carrotmobberlin.com

The Compensators löschten im Anschluss an die Aktion vor dem Brandenburger Tor genau 350 t CO2 aus dem Emissionshandel: www.thecompensators.org

Initiiert und koordiniert wurde der Klimaaktionstag vom Netzwerk 350.org. Wissenschaftler gehen davon aus, dass 350 ppm (parts per million) das zulässige Höchstmaß an Kohlendioxid in der Luft ist, wenn wir einen Planeten behalten möchten, „ähnlich jenem, auf dem sich unsere Zivilisation entwickelt hat“ (James Hansen, NASA).

Die Klimapiraten sind eine offene Kampagne von kreativen, politischen und entschlossenen jungen Menschen. Aus Liebe zur Zukunft wollen sie einen katastrophalen Klimawandel verhindern und die Kehrtwende hin zu einer nachhaltigen Welt einleiten. Die Klimapiraten werden getragen von ASA-Programm und BUNDjugend. www.klimapiraten.net



Umfrage: Deutsche fordern Klimaschutz im Koalitionsvertrag


Mi, 07.10.2009

Kampagne KlimakanzlerIn gesucht appelliert an Koalition, Führungsrolle in Klimaverhandlungen zu übernehmen


Berlin – Fast jeder Deutsche will im Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und FDP den Einsatz für ein verbindliches und ehrgeiziges weltweites Klimaabkommen sowie ein klares Bekenntnis zu mittel- und langfristigen Klimazielen sehen. Auf dementsprechende Fragen in einer von der Kampagne KlimakanzlerIn gesucht bei dem Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap in Auftrag gegebenen Studie antworteten 92% der Befragten mit ‚ja’.

Zudem fordern drei Viertel (74%) der Befragten sogar die gesetzliche Verankerung des ’40-Prozent-Ziels’ (Senkung des Ausstoßes von Treibhausgasen in Deutschland bis 2020 um 40% gegenüber 1990). Die alte Bundesregierung hatte sich zwar zu diesem Ziel bekannt, es aber nie gesetzlich festgeschrieben.

“Eine überwältigende Mehrheit in Deutschland steht hinter einem entschiedenen Kampf gegen den Klimawandel – mit einer führenden deutschen Rolle in den internationalen Klimaverhandlungen, ehrgeizigen Klima-Zielen für Deutschland selbst und einem Koalitionsvertrag, der das eindeutig widerspiegelt”, sagt Julius van de Laar, Sprecher von Avaaz, einem Mitglied der Kampagne KlimakanzlerIn gesucht.

„Der weltweite Klimawandel stellt eine nie zuvor dagewesene Bedrohung dar, die eine weitsichtige und von der gesamten Regierungskoalition getragene Politik erfordert“, sagt Thomas Hirsch, Klimaexperte von Brot für die Welt und Vertreter der Klima-Allianz. „Die Bürger erwarten, dass die neue Bundesregierung auch ihrer internationalen Verantwortung und ihrer bisherigen Führungsrolle weiterhin gerecht wird.”

Besonders betroffen vom Klimawandel sind ohne eigenes Verschulden arme Länder im Süden, die darüber hinaus nicht die zur Bekämpfung der Folgen wie Dürren oder Fluten notwendigen Ressourcen haben. Auch hier sehen die Deutschen ihre Regierung in der Pflicht, Verantwortung zu übernehmen: 74% bejahen, dass der Koalitionsvertrag der nächsten Bundesregierung eine stärkere finanzielle Unterstützung der Entwicklungsländer in dieser Hinsicht beinhalten sollte.

Der Koalitionsvertrag wird verhandelt während die Auswirkungen der drei großen Krisen – der Klima-, der Energie- und der Wirtschafts- und Finanzkrise - immer deutlicher werden. “Im Wahlkampf sind alle Parteien Konzepte zur Bewältigung dieser Krisen weitestgehend schuldig geblieben. Jetzt haben Union und FDP die Chance, schon im Koalitionsvertrag die Weichen für den massiven Ausbau einer umweltfreundlichen Wirtschaft und der Erneuerbaren Energien zu stellen. Und damit Millionen „grüner“ Arbeitsplätze in Deutschland zu schaffen, die Wirtschaft fit für die Zukunft zu machen und gleichzeitig allen drei Krisen zu begegnen”, sagt Brick Medak, Referent für Klimaschutz beim WWF und Mitglied im Sprecherrat der Klima-Allianz.

KlimakanzlerIn gesucht ist eine gemeinsame Kampagne von Die Klima-Allianz, Avaaz.org und E3G. Die Klima-Allianz ist ein Zusammenschluss von über 100 Organisationen, einschließlich Gewerkschaften, Kirchen- und Wirtschaftsverbänden. KlimakanzlerIn gesucht ruft die Parteien auf, sich stärker als bisher für Millionen neuer grüner Jobs einzusetzen und sich zum verstärkten Ausbau Erneuerbarer Energien und einer deutschen Führungsrolle bei den internationalen Klimaverhandlungen zu bekennen.
www.klimakanzlerin-gesucht.de, www.klimakanzler-gesucht.de


Kontakt
Florian Eisele, 0176 66170715, +32.473239577, florian@avaaz.org
Brick Medak, 0162 2914488, brick.medak@wwf.de
Julius van de Laar 0171/6402706, julius@avaaz.org


Die Umfrage folgt auf eine Befragung, die im September im Auftrag von KlimakanzlerIn gesucht durchgeführt wurde. Die Umfrage ergab, dass 84% der Wahlberechtigten überzeugt sind, dass grüne Jobs ein entscheidender Faktor in Deutschlands wirtschaftlicher Zukunft sind.

Das Meinungs- und Wahlforschungsinstitut Infratest dimap hat am 29. und 30. Septebmer 2009 eine telefonische Befragung bei insgesamt 1.000 wahlberechtigten Personen ab 18 Jahren in Deutschland durchgeführt. Die Befragung erfolgte im Rahmen einer für die Wahlforschung üblichen repräsentativen Zufalls-/Randomstichprobe. Die Interviews wurden computergestützt als sogenannte Computer Assisted Telephone Interviews (CATI) durchgeführt. Das Auswahlverfahren der Telefonnummern erfolgte dabei nach dem Random Last 2 Digit Dialing Verfahren (RL2DD, Methode Häder-Gabler), was dem aktuellen wissenschaftlichen Stand der Umfrageforschung entspricht.

Für weitere Informationen und zur Erhebung der Infratest-dimap Umfrage:
Thorsten Spengler, Infratest dimap, 030/53322205, thorsten.spengler@tns-infratest.com

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Globaler Klimaaktionstag: Welt schickt Klima-Weckruf an die Politik


Mo, 21.09.2009

Tausende schlagen in ganz Deutschland Alarm gegen die Vernachlässigung des Klimawandels durch die Politik


Berlin – Hunderttausende Menschen auf allen fünf Kontinenten, darunter tausende in deutschen Städten und Gemeinden, haben am heutigen Montag in rund 2000 Aktionen die Politik aufgerufen, endlich aufzuwachen und mit vollem Einsatz gegen den Klimawandel vorzugehen.

Der Weckruf, bei dem sich Menschen auf öffentlichen Plätzen versammelten, Mobiltelefone und Wecker klingeln ließen und einen tatsächlichen Weck-Anruf bei ihren Politikern machten, soll die internationalen Klimaverhandlungen zurück auf die Spur bringen, um eine gerechtes, ehrgeiziges und bindendes Klimaabkommen zu sichern.

„Die Idee eines weltweiten Klima-Weckrufs ist erst vor wenigen Wochen entstanden und ist in Windeseile zu einer massive Bewegung von Millionen gewachsen, die von ihren Staatschefs mehr Einsatz gegen den Klimawandel fordern,“ sagte AVAAZ.org-Sprecher Julius van de Laar. „Dies zeigt die große Sorge der Menschen, dass die Klimaverhandlungen nicht schnell und weit genug gehen, um die Klimakatastrophe zu stoppen und eine neue grüne Wirtschaft zu realisieren.“

Bundeskanzlerin Angela Merkel und die deutsche Bundesregierung haben in den letzten Tagen Schritte in die richtige Richtung gemacht, wie etwa der gemeinsame Brief vergangenen Freitag mit Nicolas Sarkozy an den UN-Generalsekretär. Dennoch muss die Bundesregierung wesentlich mehr Engagement zeigen um sicherzustellen, dass im Dezember ein gerechtes, anspruchvolles und verbindliches Abkommen erreicht wird.

Experten warnen immer häufiger, dass die Klimaverhandlungen im Dezember in Kopenhagen vor dem Scheitern stehen. Jetzt hängt viel vom G-20-Gipfel am 24.9. in Pittsburgh ab. „Wir erwarten von Angela Merkel, dass Sie zusammen mit den anderen Staats- und Regierungschefs in Pittsburgh entscheidende Signale für das Klimaabkommen von Kopenhagen aussendet,“ sagte Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer bei Germanwatch und Vertreter der Klima-Allianz. „Wir brauchen in Pittsburgh erstens ein gemeinsames Bekenntnis für ein umfassendes und ambitioniertes Kopenhagenabkommen. Zweitens eine Erklärung der Industrieländer, Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel in Entwicklungsländern im notwendigen Maße finanziell zu unterstützen. Notwendig ist drittens ein Zeitplan, um weltweit aus den milliardenschweren Subventionen für fossile Energieträger sozial verträglich auszusteigen.“ „Die Kanzlerin,“ so Julius van de Laar, „muss jetzt in Pittsburgh mit dem britischen Premier Gordon Brown gleichziehen und auch ihre Teilnahme an der Klimakonferenz von Kopenhagen ankündigen.“

Es gäbe für die Politik noch einen weiteren Grund, sich für mehr Klimaschutz einzusetzen: Nach einer aktuellen Infratest-dimap-Umfrage könnten Union und SPD bei der Bundestagswahl entscheidende Prozentpunkte dazu gewinnen, würden die Parteien ihr Profil bei grünen Jobs, Erneuerbaren Energien und im internationalen Klimaschutz schärfen.

Höhepunkte des Weltweiten Klima-Weckrufs:
• Straßentheater in Berlin: In einem riesigen Bett schlafende Merkel und Steinmeier wurden von hunderten Klimawählern mit Weckern und Handys geweckt
• Menschlicher Countdown: Der Weltweite Klima-Weckruf begann in New York mit einer menschlichen Sanduhr dargestellt von tausenden Freiwilligen
• Veranstaltungen in allen großen Städten der Welt, u. a.: Addis Abeba, Beirut, Kairo, Johannesburg, Sydney, Singapore, Bangkok, Peking, Delhi, Buenos Aires, Rio de Janeiro, London, Madrid, Vancouver, San Francisco und New York.
• Flashmobs, u.a. am Ipanema-Strand in Rio de Janeiro und Bondi Beach in Sydney; mit grellrot-geschminkten Gesichtern in Fukuda, Japan; am heißesten Ort der Erde in Titlagada, Indien; in Kinshasa, DR Kongo; in Pinguinkostümen in Wien; weißgekleidet in Papetee, Französisch Polynesien; an der Ojodu-Bushaltestelle in Ikeja, Nigeria.

Die weltweiten Aktionen des Globalen Klima-Weckrufs am 21.9. werden unterstützt von der Kampagne tcktcktck.org einer internationalen Koalition von Umwelt- und Entwicklungsorganisationen, Kirchen und anderen zivilgesellschaftlichen Gruppen. In Deutschland helfen Avaaz.org und die Kampagne KlimakanzlerIn gesucht bei der Durchführung.

Die TckTckTck-Kampagne ist eine breite Koalition von NGOs, Kirchen und Gewerkschaften, darunter in Deutschland u. a. Avaaz.org, KlimakanzlerIn gesucht, Oxfam und WWF, die zu einem neuen internationalen Klimavertrag aufrufen, der gerecht, ehrgeizig und bindend ist. Über eine Millionen Menschen haben bereits eine gleichlautende Petition unterschrieben: www.tcktcktck.org

KlimakanzlerIn gesucht ist eine gemeinsame Kampagne von Die Klima-Allianz, Avaaz.org und E3G. Die Klima-Allianz ist ein Zusammenschluss von über 100 Organisationen, einschließlich Gewerkschaften, Kirchen- und Wirtschaftsverbänden. KlimakanzlerIn gesucht gesucht ruft die Kanzlerkandidaten und ihre Parteien auf, sich stärker als bisher für Millionen neuer grüner Jobs einzusetzen und sich zum verstärkten Ausbau Erneuerbarer Energien und einer deutschen Führungsrolle bei den internationalen Klimaverhandlungen zu bekennen.
www.klimakanzlerin-gesucht.de, www.klimakanzler-gesucht.de


Für weitere Informationen oder um Interviews zu vereinbaren kontaktieren Sie bitte:
Florian Eisele, 0176 66170715, +32.473239577, florian@avaaz.org
Brick Medak, 0162 2914488, brick.medak@wwf.de
Oldag Caspar, 0163 693 5356, caspar@klimakanzlerIn-gesucht.de

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Wahlkampflangeweile beenden: Aktivisten fordern Klimaschutzduell


So, 13.09.2009

Die Parteien erkennen langsam, dass Klimawähler die Wahl entscheiden können


Klimawähler können diesmal die Bundestagswahl entscheiden. Aktivisten von KlimakanzlerIn gesucht und der neuen Bewegung Klimapiraten sind während des TV-Duells am Sonntag vor Ort in Berlin-Adlershof, um beiden Kanzlerkandidaten zu verdeutlichen, dass Deutschland gerade in der Krise eine engagiertere Klimapolitik braucht. In weißen Overalls und grünen Arbeiterhelmen fordern die Aktivisten auf Spruchbändern: „Wahl 2009 = Klimawahl“. Wurden Klimapolitik und grüner Aufschwung im Wahlkampf bislang sträflich vernachlässigt, beginnen Union und SPD jetzt zu erkennen, dass dieses Thema am 27.9. über Sieg oder Niederlage entscheiden kann.

„Dass wir aus der Wirtschaftskrise nur mit nachhaltigem Wachstum und sicheren grünen Jobs kommen, müsste eigentlich das große Thema dieses Wahlkampfs sein“, sagte Henrike Wegener von den Klimapiraten im Vorfeld des TV-Duells. „Wir fordern die Parteien auf, im heißen Wahlkampf jetzt darüber zu streiten, wer die besseren Konzepte für den grünen Aufschwung und mehr Erneuerbare Energien hat.“

„Vielen Wählern ist wichtig, dass der Kampf gegen die Wirtschaftskrise mit dem Kampf gegen die Klimakrise verbunden wird. Und sie erwarten eine klare Führungsrolle der deutschen Regierung beim Klimagipfel in Kopenhagen“, sagte Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer bei Germanwatch und Vertreter der Klima-Allianz.

Immerhin reagierte die SPD Freitag Abend prompt mit einer Presseerklärung, als in den letzten Tagen tausende Emails mit der Forderung nach einem deutlicheren Bekenntnis zu mehr Klimaschutz im Wahlkampf bei ihr eingingen. Auch in die CDU ist Bewegung gekommen, nachdem die Parteizentrale letzte Woche von tausenden Anrufen mit derselben Forderung konfrontiert worden war. Kanzlerkandidatin Angela Merkel baut in ihre Wahlkampfreden inzwischen häufiger Klimaschutzpassagen ein. Emails und Anrufe waren von Avaaz.org, einer Partnerorganisation der Kampagne KlimakanzlerIn gesucht initiiert worden.

Eine Anfang September vorgestellte Infratest-dimap-Umfrage im Auftrag von KlimakanzlerIn gesucht hatte ergeben, dass viele Wechsel- und Nichtwähler sich vorstellen können, doch Union oder SPD zu wählen, würden die Parteien Erneuerbare Energien und eine internationale Führungsrolle bei den Klimaverhandlungen in Kopenhagen zu ihrem zentralen Wahlkampfthema machen.

Die Klimapiraten sind ein offenes Netzwerk von kreativen & politischen, lustvollen & entschlossenen jungen Menschen, die finden, dass jetzt verdammt noch mal etwas getan werden muss, um einen katastrophalen Klimawandel gerade noch zu verhindern.
www.klimapiraten.net

KlimakanzlerIn gesucht ist eine gemeinsame Kampagne von Die Klima-Allianz, Avaaz.org und E3G. Die Klima-Allianz ist ein Zusammenschluss von über 100 Organisationen, einschließlich Gewerkschaften, Kirchen- und Wirtschaftsverbänden. KlimakanzlerIn gesucht gesucht ruft die Kanzlerkandidaten und ihre Parteien auf, sich stärker als bisher für Millionen neuer grüner Jobs einzusetzen und sich zum verstärkten Ausbau Erneuerbarer Energien und einer deutschen Führungsrolle bei den internationalen Klimaverhandlungen zu bekennen.
www.klimakanzlerin-gesucht.de, www.klimakanzler-gesucht.de


Für weitere Informationen oder um Interviews zu vereinbaren kontaktieren Sie bitte:
Henrike Wegener, 0179 4743 843, henrike_w@hotmail.com
Oldag Caspar, 0163 693 5356, caspar@klimakanzlerIn-gesucht.de

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Umfrage zeigt: Grüne Jobs und Erneuerbare Energien können Wahl entscheiden


Do, 03.09.2009

Die Bundestagswahl rückt näher und Deutschland sucht die KlimakanzlerIn


Während sich Deutschland auf die Bundestagswahlen in diesem Monat vorbereitet, könnte laut einer deutschlandweiten Infratest-dimap-Umfrage der Klimawandel den Ausschlag geben. Die Studie wurde von der neuen Kampagne KlimakanzlerIn gesucht in Auftrag gegeben. Mehr als neun von zehn Wählern (92%) gaben an, dass der Aufbau einer klimafreundlichen Wirtschaft mit Millionen neuer Arbeitsplätze wichtig für ihre Wahlentscheidung sei – mehr als die Hälfte sagten sogar, dies sei sehr wichtig.

„Klimawandel und grüne Jobs sind die vernachlässigten Themen dieser Wahl”, sagte Ricken Patel, Direktor der globalen Kampagnenorganisation Avaaz.org, bei der Vorstellung der Umfrage in Berlin. „Die Öffentlichkeit verlangt in diesen kritischen Bereichen mehr von der Politik – und die Parteien, die darauf nicht reagieren, könnten Millionen noch unentschiedene Wähler verlieren."

Fast vier von zehn Personen (39%), die momentan keine CDU/CSU-Unterstützer sind, erwägen der Studie zufolge die Union zu wählen, falls Merkel grüne Jobs, erneuerbare Energie und eine internationale Führungsrolle bei den Klimaverhandlungen in Kopenhagen zu ihrem zentralen Wahlkampfthema macht. Mehr als ein Drittel (35%) derer, die diese Aussage treffen, sind gegenwärtig Unterstützer der SPD. Noch höher ist diese Zahl bei Nicht-SPD-Unterstützern (41%), die angeben, sie würden die SPD favorisieren, falls Steinmeier dies tue; diese Aussage gilt sogar für ein Fünftel (20%) der CDU/CSU-Unterstützer. Diese Zahlen sind noch höher in der wichtigen Gruppe der 18-29 Jährigen. Hier sagt ungefähr die Hälfte (47% derer, die nicht die CDU/CSU unterstützen und 56% der Nicht-SPD-Unterstützer), dass eine entschiedenere Klimapolitik ihre Wahlentscheidung beeinflussen würde.

„Ein entscheidender Teil der Bevölkerung ist als ‚Klimawähler’ einzuschätzen“, sagte Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch, der die Klima-Allianz vertrat. „Die jüngsten Landtagswahlen haben gezeigt, wie knapp das Rennen zwischen möglichen Koalitionen werden kann. Die Klimawähler können die Wahl entscheiden.“

Ganze 84% der Deutschen gaben an, dass der beste Weg zu langfristigem Wachstum über eine umweltfreundliche Wirtschaftspolitik und grüne Jobs führe. Dass eine entschiedene Klimapolitik der Wirtschaft eher helfen als schaden würde, hielten 62% der Befragten für richtig (gegenüber lediglich 14%, die zur gegenteiligen Ansicht neigten). Zudem nennt eine überwältigende Mehrheit ‘erneuerbare Energien’ als bevorzugte Antwort auf Deutschlands zukünftigen Energiebedarf – sogar 81% der Wähler sehen die Erneuerbaren als die wichtigste Energielösung, verglichen mit nur 7% für Atomenergie, 4% für Gas, 3% für Öl, und 2% für Kohle.

„Die Menschen verstehen: Klimaschutz und wirtschaftliche Entwicklung laufen nicht gegeneinander“, sagte Jürgen Maier, Geschäftsführer beim Forum Umwelt und Entwicklung und Vertreter der Klima-Allianz. „Für die Wähler ist klar, dass saubere Energie und klimafreundliche Politik der einzige Weg zu einem nachhaltigen Wirtschaftswachstum ist.“


KlimakanzlerIn gesucht ist eine gemeinsame Kampagne von Die Klima-Allianz, Avaaz.org und E3G. Die Klima-Allianz ist ein Zusammenschluss von über 100 Organisationen, einschließlich Gewerkschaften und Wirtschaftsverbänden. Die Kampagne ruft die Kanzlerkandidaten auf, sich für Millionen neuer grüner Jobs einzusetzen und sich zum verstärkten Ausbau Erneuerbarer Energien und einer deutschen Führungsrolle bei den internationalen Klimaverhandlungen zu bekennen.

Für weitere Informationen oder um Interviews zu vereinbaren kontaktieren Sie bitte:
Florian Eisele, Avaaz, 0176.66170715, florian@avaaz.org
Oldag Caspar, KlimakanzlerIn gesucht, 0163 693 5356, caspar@climateconsultancy.org
Holger Michel, Klima-Allianz, 0178 6623679, michel@klima-allianz.de

Kampagnenwebseite: www.klimakanzlerin-gesucht.de, www.klimakanzler-gesucht.de

Untersuchungsanlage: Das Meinungs- und Wahlforschungsinstitut Infratest dimap hat vom 24. bis 26. August 2009 eine telefonische Befragung bei insgesamt 1.000 wahlberechtigten Personen ab 18 Jahren in Deutschland durchgeführt. Die Befragung erfolgte im Rahmen einer für die Wahlforschung üblichen repräsentativen Zufalls-/Randomstichprobe. Die Interviews wurden computergestützt als sogenannte Computer Assisted Telephone Interviews (CATI) durchgeführt. Das Auswahlverfahren der Telefonnummern erfolgte dabei nach dem Random Last 2 Digit Dialing Verfahren (RL2DD, Methode Häder-Gabler), was dem aktuellen wissenschaftlichen Stand der Umfrageforschung entspricht.

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